Lukasgemeinde Kalender

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Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn man nachliest, klingt die Bibelgeschichte fast hinterhältig:
Den Hungernden fällt das Essen geradezu vom Himmel.     Soviel du brauchst
Doch sie dürfen sich nur nehmen, soviel sie brauchen.
Wer mehr nimmt, geht am nächsten Tag leer aus.
Was für ein trügerisches Paradies.                                                    

Erzählt wird das vom Volk Israel, als es vor gut 3.000 Jahren durch die Wüste zog. Es wurde von Gott versorgt mit allem Nötigen. So viel ein jeder brauchte. Umgekehrt erwartete der, dass die Menschen sich damit auch begnügten. Eine Geschichte, die auch gut zu uns passt – oder?

Bei allem Grund zum Klagen: Mein Eindruck ist, dass wir in Mitteleuropa, im Taunus, in den Dörfern unserer Kirchengemeinde allermeistens haben, was wir zum Leben brauchen. Paradiesische Zustände. Doch wie schwer fällt es, sich damit zu begnügen. Vielleicht tut es gerade deshalb gut, sich die alte Geschichte neu in Erinnerung zu rufen: Wir werden heil, wo wir nur nehmen, soviel wir brauchen. Trügerisch dagegen ist die Suche nach immer mehr, weit über jedes Grundbedürfnis hinaus.

Die Geschichte aus der Bibel mit ihrem zentralen Wort „Soviel du brauchst“ (2. Mose 16,18 – Bild: Transparent am Hamburger Michel) ist zum Motto des nächsten Deutschen Evangelischen Kirchentages bestimmt worden, der 2013 in Hamburg stattfinden wird. Sie möge zum Motto aller unserer Tage werden, an denen wir abgeben können von unserem Reichtum, der übersteigt, was wir zum Leben brauchen; an denen wir ehrlichen Herzens sagen können: „Genug ist genug“.

Segne uns Gott durch dieses Wort bei allem, was wir in den kommenden Wochen tun. Das wünscht sich und Ihnen Ihr

Ingo Schütz
Pfarrvikar

 

LukasFORUM

Die Evangelische Kirchengemeinde hat einen Namen: Lukasgemeinde. Diese                                                              LukasForum
Namesgebung ist Zeichen des Aufbruchs, der Menschen in den letzten
Jahren zusammengeführt hat und über Orts- und Kreisgrenzen hinweg immer
mehr zu einer Kirchengemeinde zusammenwachsen lässt.


Das geplante LukasForum am Evangelischen Gemeindezentrum in Glashütten
möchte diese Entwicklung unterstützen und soll in Zukunft, neben unseren vier
Kirchen, ein weiterer Ort der Begegnung sein: ein Platz im Freien – um miteinander
und mit anderen ins Gespräch zu kommen.


Die Einladung, die wir mit dieser Neugestaltung aussprechen, gilt auch
für Sie. Erleben Sie selbst wie dieser Ort gleichzeitig Raum für quirliges Leben
bietet und ein Ort der Erholung, der Besinnung und der Orientierung im Alltag sein kann.

Mit Ihrem Spendenbeitrag für das LukasForum tun Sie etwas Gutes: für
sich selbst und alle anderen Menschen, die in unserer Zeit einen Ort des Gesprächs und der Besinnung suchen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie das Projekt, für dessen Realisierung wir 30.000 Euro an zusätzlichen Mitteln
benötigen, mit einem kleinen oder größeren Betrag unterstützen und damit dazu beitragen, dass Evangelische
Kirche auch weiterhin lebendig und sichtbar „vor Ort“ bleibt.

 

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Über Grenzen - Geburtsstunde der Evangelischen Lukasgemeinde


Von Susanne Gross
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Oberrod. „Wir sind Lukas“ hieß die Losung des Tages. Evangelische Gläubige aus Glashütten, Oberems, Schloßborn, Nieder-Oberrod und Kröftel hatten sich in der Kirche von Oberrod versammelt und feierten die Namensgebung ihrer Gemeinde.
„Evangelische Lukasgemeinde Glashütten-Oberrod“ - unter diesem Namen vereinen sich zukünftig die evangelischen Christen der fünf Ortschaften.

„Über 40 Vorschläge wurden eingereicht“, erinnerte sich Pfarrerin Anja Bode. „Wir haben uns für einen Namen entschieden, der lange tragen wird. Kein moderner Name, sondern ein ortsunabhängiger Name, der Heimat- und Identifikationsmöglichkeit über Grenzen hinweg gibt“, erläuterte die Pfarrerin in ihren Ausführungen beim Festgottesdienst und in ihrer Rede beim Gemeindefest im Glashüttener Gemeindesaal. Ausführlich äusserte sie sich über den Prozess der Namensfindung und erläuterte die Beweggründe, Fragen und Bedenken. „Werden wir uns als Luksgemeinde anders fühlen, anders auftreten? Mit der Namensgebung ändern wir auch das Bild der Gemeinde. Wir können nicht wissen, was dies aus uns macht“, sagte sie. Doch Pfarrerin Bode zeigte sich zuversichtlich, dass dieser Impuls ein weiteres Zusammenwachsen der fünf Ortschaften über Ortsgrenzen, Kreisgrenzen, Traditionsgrenzen und über die Grenzen in den Köpfen der Menschen hinweg fördern wird.

Pfarrerin Bode erinnert an die Apostgeschichte. „Dort steht geschrieben, was es bedeutet, sich im Namen von Christus auf den Weg zu machen. Ich hoffe, dass sich unsere Gemeinde nun auf den Weg macht, zur Lukasgemeinde zu werden“, gabe sie der Vielzahl der Besucher mit auf den Weg.

Dekanin Heinke Geiter oblag die Aufgabe der offiziellen Namensgebung. Sie erfüllte exemplarisch die fünf Buchstaben des Namen Kukas mit Sinn: „Jeder wird neu buchstabieren müssen, was das für ihn heißt. Mir fielen spontan die folgenden Worte ein:
Liebe, vor Unheil bewahrt, Kraft, der Blick für die Armen und Segen.

Pfarrvikar Ingo Schütz schlüpfte in die Rolle des Lukas. Er betrat das Kirchenschiff und verkündete: „Wird auch Zeit, dass ich endlich zu Hause angekommen bin. Mein Name steht hier auf dem Klingelschild“. Als er der Gemeinde gewahr wurde, tönte er: „Moment Mal, was macht ihr denn alle hier? Ist das eine Überraschungsparty?“ Schütz forderte die Anwesenden dazu auf, den Traum aus der Apostelgeschichte wahr werden zu lassen: Das Gottes Liebe immer wieder Grenzen durchbricht und überwindet.

Untermalt wurden der Gottesdienst und das Gemeindefest mit musikalischen Beiträgen. So sang der Chor die Jahreslosung 2011 „Lass Dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ und verabschiedete die Gläubigen mit dem Gospel „Amen“.

Beim Gemeindefest in Glashütten wurde ein neues Fundraising-Projekt auf den Weg gebracht. Das Gemeindehaus in Glashütten soll um einen Außenraum erweitert werden. In Planung ist der Anbau eines Atriums, wofür die Gemeinde zu Spenden aufrief. Grußworte, weitere musikalische Beiträge auf Klavier und Flöte sowie ein Angebot an Sekt, Fingerfood sowie Kaffee und Kuchen rundeten die Feierlichkeiten anlässlich der Namensgebung ab.

zitiert aus der:  Idsteiner Zeitung

 


 

Gemeindebrief Dezember - März 2012 zum download

Gemeindebrief_März_2012